Inhalte

Das Curriculum der EAMgraduate ist auf die relevanten Produktionsprozesse der Animationsindustrie abgestimmt und setzt sowohl auf die Vertiefung theoretischer Kenntnisse als auch auf die Realisierung deiner eigenen Animationsfilmproduktion.

Folgende Inhalte werden vermittelt: Character Design, Pre-Production, Sound, Animatics, Layout, Animatioszeichnen, Pitching Training und Production. Bearbeitet und aufgegriffen werden diese Themen in drei Modulen: Animation Production, Animation Business Orientation und Team Project.

Animation Production, Part 1

Dieser erste Teil der EAMgraduate ist durch einen Trainingscharakter und durch aktives Ausprobieren gekennzeichnet. Die Teilnehmer werden mit den gängigen Techniken und Inhalten von Animationsfilmproduktionen vertraut gemacht.Im Vordergrund stehen spezielle Arbeitsbereiche, die aufgrund ihrer Komplexität, ihrer Rolle in der Entstehung eines Animationsfilmes oder anhand der Auswahl der richtigen „Techniken“ besondere Beachtung finden müssen.

Grundlegendes Basiswissen über Scriptwriting, Schauspiel, Dramaturgie, Filmgeschichte, Character Design, Storyboard, etc. wird noch ohne konkreten Fokus auf den Abschlussfilm an relevanten Praxisbeispielen erläutert.

In diesen ersten Teil fallen praktische Anwendungen und Workshops (Puppentrick, Sandanimation, freie Kunst, 3D, Softwareschulungen und -kurse) und Besuche an Partnerhochschulen, verschiedener Festivals und Animationsunternehmen.

Animation Business Orientation

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der EAMgraduate ist die Vermittlung von „Produzenten-orientierten Inhalten“. Die Teilnehmer der Masterclass werden dabei intensiv, praxisbezogen und detailliert auf den Einsatz im Animationsmarkt vorbereitet.Die Wissensvermittlung erfolgt in den Bereichen Eigenvermarktung gegenüber potentiellen Kunden und Produktionsabläufe in professionell arbeitenden Unternehmen. International renommierte Spezialisten der Bereiche Management, Marketing, Finanzierung, Filmförderung und Licensing transportieren dieses Wissen als kompetente Referenten in verschiedenen Lernsituationen, aber auch in Workshops.

Integriert werden anschauliche Arbeitsbeispiele (Screenings) für kommerziell erfolgreiche Produktionen, Flops, exzellente Vermarktungsbeispiele, gelungene Festivalstrategien und Auswertungen.

Auf dem Programm stehen auch Besuche in verschiedenen Animationsunternehmen, Hochschulen oder von speziellen Workshops und Festivals.

Gleichzeitig werden Fragen erörtert, die die einzelnen Animationsstile und Ihrer Anerkennung im Markt näher beleuchten. Mit Blick auf den vermarktungsorientierten Ansatz wird konkret hinterfragt, welche die Märkte der Zukunft sein werden:

  • Welche Rolle spielen Kino, TV, Internet, Games, Mobile, Festivals in Bezug auf die Kreation und den schöpferischen Prozess bei der Entstehung von Animationsfilmen?
  • Wer bestimmt in Zukunft, was für welche Zielgruppen in welchen Märkten zu welchem Zeitpunkt gesendet wird?
  • Bestimmen in Zukunft nur noch die verschiedenen Auswertungsarten die Produktion?
  • Welche Bedeutung haben die Mobil-TV vs. Kino/TV auf die Art und Weise des Geschichten Erzählens?
  • Muss zwangsläufig in Form von CGI/3D-Geschichten oder im „Games-Look“ erzählt werden oder trifft eine intelligente produzierte Puppentrick-Animation genauso den Nerv der Zielgruppen?

Die Schwierigkeit ist in diesem Zusammenhang die Gewichtung von kommerziellem Erfolg und erfolgreichem Marketing im Vergleich zu einem eher künstlerisch ausgerichteten Animationsfilm. Eingebettet wird der Vermarktungsbereich in den Produktionspart (AP I & AP II) da diese Bereiche sehr eng miteinander verbunden sind.

Animation Production, Part 2

Im zweiten Teil der „Animation-Production“ stellt der Bereich „Production Management“ und „Production Planning“ einen besonderen Kern dar. Zu diesem Zeitpunkt wird bereits auf die individuellen Projekte der Teilnehmer eingegangen. Ein Pitching Training liefert den Teilnehmern exzellentes Handwerkszeug, um sich selbst und auch ihr Projekt zukünftig zu vermarkten.

Den Nachwuchstalenten werden zudem Mittel und Wege aufgezeigt, mit deren Hilfe sie im letzten Teil der Masterclass, ihr Abschlussprojekt als Teamprojekt umsetzen können.

Die Studenten erhalten viele Möglichkeiten, sich neues Wissen anzueignen, Kenntnisse weiterzugeben und aufgrund der Vielfalt der angebotenen Inhalte zum Teil völlig neue Sichtweisen zu erhalten.nTutoren und Dozenten geben meist über einen langen Zeitraum angeeignetes Spezialwissen preis, dass den Meisterschülern Zeit und damit auch Geld spart.

Während des Kurses sind die Tutoren größtenteils vor Ort, beantworten Fragen, leisten Hilfestellungen bzw. sind als „Ressourcenquelle“ präsent. Die Trainer und Tutoren auch Einfluss auf die Abschlussarbeit der Meisterschüler indem sie diese vor gravierenden Fehlern bewahren, ihre Konzentration auf das Wesentliche schärfen und mit gezielten Fragestellungen sowie mit Tipps und Tricks ihre Schützlinge zu einem gelungenen Abschluss führen möchten.

Team Project

Jeder der Teilnehmer der EAMgraduate bringt als Zulassungsvoraussetzung zur Teilnahme an der EAMgraduate eine Idee für ein eigenes Projekt mit.

Im ersten Teil des Workshops haben die Meisterschüler die Möglichkeit, die Erkenntnisse aus den spezifischen Workshops für ihr Projekt zu nutzen und anzuwenden. Dies gilt sowohl für den Pre-Production Bereich als auch für den Vermarktungsschwerpunkt.

Mit dem finalen Pitching präsentiert jeder der Teilnehmer seine Idee für einen Animationskurzfilm vor dem gesamten Team und einer Jury aus renommierten Vertretern der europäischen Animationsindustrie sowie Vertretern der Partnerinstitutionen (Hochschulen und Universitäten).

Unter Berücksichtigung des Zeitplanes, der Manpower und nicht zuletzt unter Beachtung der Tragfähigkeit des betreffenden Projektes entscheiden die Teilnehmer der EAMgraduate selbst, welche der Projekte sie letztlich auch umsetzen.

Die Studenten arbeiten im Team an den jeweiligen Projekten. Jedes Teammitglied bringt dabei seine besondere Spezialisierung ein. Zum Beispiel kann ein Teilnehmer mit dem vorrangigen Interessengebiet „Production Management“ auf eine Gruppe bestehend aus einem „Animationstalent“, einem „Storyboarder“ und einem „Nachwuchs-3D-Spezialisten“ treffen. So findet ein effizienter und praxisnaher Produktionsablauf statt. Wie im Produktionsalltag müssen die Studenten zeigen, dass sie in der Lage sind, unter Stress (der Termin der Abschlusspräsentation steht) stringent an der Umsetzung ihres Filmprojektes zu arbeiten und dabei möglichst das Gelernte umzusetzen. Auch in dieser Phase stehen die Tutoren und Trainer, die bereits z. T. während des gesamten Kurses die Studenten begleitet haben, beratend zur Seite.

Highlight des Team Projects und der gesamten EAMgraduate ist die Präsentation der Abschlussfilme vor einem Fach- bzw. Kinopublikum. Die Masterclass-Absolventen treffen bei diesem Event mit potentiellen Arbeitgebern zusammen. Sie können den erfahrenen Experten aus Produktion, Marketing und Vertrieb der Animationsfilmbranche ihr Talent unter Beweis stellen und erste Businesskontakte knüpfen.

Nach Fertigstellung der Studentenfilme werden diese bei namhaften internationalen Festivals eingereicht.

Für ausgewählte Teams (Projekte) wird eine Mentorenschaft mit bzw. ein Praktikumsplatz bei einem Animationsstudio angestrebt. Damit haben nicht nur die Teilnehmer Zugriff auf begehrte Kontakte in die Branche, sondern die Unternehmensvertreter können direkt die präsentierten Ideen und/oder die Studenten als Nachwuchstalente für ihr Unternehmen anwerben.

News und Termine

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